Seit vielen Jahren brüten Rotschwänzchen in einer Zypresse beim Philippsburger Friedhof. Es gibt immer einige Tage, wo die jungen Rotschwänzchen dann erstmalig auf sich allein gestellt und dadurch relativ zutraulich sind. Dieses Jahr war ich leider etwas zu spät, aber ein paar Fotos (auch vom Altvogel) sind doch geworden.
Wir reisen zum Pfingstwochenende nach Ebernburg in die Ferienwohnung Renken. Dort waren wir schon letzten Sommer, und es hatte uns sehr gut gefallen. Da das Wetter am nächsten Tag Dauerregen sein soll, lassen wir uns von unseren Gastgebern erklären, wo Orchideen zu finden sind, und fahren gegen 16:00 Uhr los.
Es ist eine wunderschöne Wiese voller Orchideen, wo natürlich die Purpur-Knabenkräuter zuerst auffallen. Mit dem Wetter haben wir Glück, obwohl Gewitter angesagt war, ist es sehr schön. Das Gelände ist extrem steil, aber es lohnt sich, die schmalen Pfade zu erkunden.
17.05.2024 Granatsplitterausflug im Regen
Leider hat die Wettervorhersage recht, und es regnet fast den ganzen Tag. Wir gehen trotzdem zur Kaffee-Zeit in ein Café. Auf dem Rückweg sehen wir 2x einen Eisvogel, ich fotografiere eine Eintagsfliege (?) und junge Schwäne.
Es ist ein richtig gutes Maikäferjahr in Walldorf. Leider habe ich zu spät die Kamera mitgenommen, den Höhepunkt der Maikäfer-Saison (und möglicherweise der Hirschkäfer) habe ich verpasst. Immerhin, einige Bilder konnte ich machen. Leider war ich nur abends unterwegs. Es war im Wald recht dunkel, ISO entsprechend hoch (bis 12800). Zum Glück war es im Wald einigermaßen windstill, ich konnte eine Fokus-Stacks machen. Vielleicht hätte ich einen Blitz mit Diffusor einpacken sollen. Und ja, die „Antennen“ haben es mir angetan.
Es gibt relativ viel Purpur-Knabenkraut, einige wenige Ragwurz, und Bocks-Riemenzunge. Tatsächlich sind das die ersten Bocks-Riemenzungen, die ich bisher gesehen habe. Leider fand ich es recht schwierig, sie zu fotografieren. Die ersten Orchideen sind auch schon am verblühen.
Ab heute wird das neue Programm in den Carrières des Lumières aufgeführt, nachdem dort fast eine Woche geschlossen war. Wir fahren also noch einmal in die „Touristenfalle“ Les Baux-de-Provence. Die französischen Orientalisten Ingres, Delacroix und Gérôme stehen auf dem Programm. Es ist beeindruckend, aber leider auch sehr voll und touristisch. Danach kaufen wir noch Geschenke und Olivenöl in Baux.
Anschießend besuchen wir die Abbaye de Montmajour zwischen Arles und Fontielle. Den Sonnenuntergang schauen wir uns wieder am benachbarten Étang des Launes an.
Es ist der letzte Tag unserer Reise, am nächsten Tag brechen wir nach Hause auf.
Es ist noch einmal Vogelparkzeit. Ich spiele mit verschiedenen Perpektiven, Verschlusszeiten, ICM, … . Wir machen auch analoge Doppelbelichtungen auf Film mit einer Praktica MTL 5b.
Ich habe die Fotoverstecke in der Réserve du petit Rhône gebucht. Leider ist es extrem windig und deshalb unergiebig.
Nachmittags besuchen wir den Stierkampf (Course camarguaise) in der Arena von Saintes-Maries-de-la-Mer. Die Stiere sind extrem wild und voller Kraft, wenn Sie in die Arena stürmen. Sie sind extra für den Kampf gezüchtet und haben oft schon Erfahrung mit dem Stierkampf – bei dieser Art des Stierkampes wird der Stier ja nicht getötet oder verletzt. Nach ca. 30 Sekunden kommen ca. 8 Männer auf den Platz: 4 raseture und die unterstützenden 4 tourneure. Die Aufgabe der raseteure ist es, mit dem crochet (‚Haken‘) die um die Hörnerbasis des Stieres gewicklten Fäden zu zerreissen. Die tourneure lenken den Stier dabei ab. Es gibt eine maximale Zeit von 15 min, in der die Aufgabe erfüllt sein muss. Am Anfang ist es für die raseteure fast unmöglich, and den Stier heranzukommen. Die Aktionen der Stierkämpfer sind spektakulär, wenn Sie sich vor dem heranrasenden Stier hinter der Bande in Sicherheit bringen. Manchmal überspringt ein Stier auch die Bande. Erst wenn der Stier müde ist, gibt es die ersten erfolgversprechenden Aktionen der raseteure.
In der Regel kommen bei einem Stierkampf nacheinander 6 Stiere in die Arena. Am Ende sind auch die Stierkämpfer (die die ganze Zeit nicht wechseln) recht müde. Glücklicherweise gab es bei den Kämpfen keine Verletzungen. Man muss aber sehr fit sein und gut sprinten können, um einen Kampf efolgreich zu meistern. Die Stierkämpfer (und die Stiere) scheinen Profis zu sein.
Am Anfang mache ich „scharfe“ Bilder, dann variere ich die Verschlusszeit, um die Bewegung und Dramatik besser einzufangen.
Zuerst fahren wir zur Mas de la Capelière. Dort gibt es ein kleines Museum und einen Rundweg mit Beobachtungshütten. Es ist leider relativ wenig los. Dann fahren wir zum Leuchtturm Phare de Beauduc. Auf dem Weg kommt mein Auto auf der extrem schlechten Strasse an seine Grenze, wir kehren auf halbem Weg um. Also erkunden die Gegend um Salin-de-Giraud. Leider etwas trostlos. Die Saline ist allerdings riesig und beeindruckend und auch ein wichtiger Rückzugsort und Brutplatz für Vögel. Abschließend fotografieren wir noch am Strand Plage de Piémanson.
Die Inspiration für den Trip kam zu großen Teilen von Zeitweise. Die beiden Fotografen erwähnten in ihrem YT-Video zum Trip, dass sie Schmetterlinge beim „Hilltopping“ im Parc naturel régional des Alpilles fotografiert haben. Das wollen wir auch probieren, obwohl wir die Gegend überhaupt nicht kennen. Wir beschließen, zum Auftakt in die „Touristenfalle“ Les Baux-de-Provence zu fahren, um den Carrières des Lumières zu besuchen (einen ehemaligen Kalksteinbruch, in dem jetzt eine Multimedia-Installation Touristen anlockt). Leider wird gerade für die nächste Show umgebaut, es ist geschlossen (war für uns aus der Webseite nicht ersichtlich). Wir beschließen, auf einen nahen Berg zu wandern (Vigie les baux, 313 m). Und tatsächlich sehen wir Schwalbenschwänze auf dem Gipfel. Es gibt auch unglaublich viele Schmetterlingshafte, die allerdings sehr schnell sind – erst auf dem Rückweg erwische ich einen auf dem Weg sitzend. Wir sehen auch noch Segelfalter und andere Schmetterlinge (Schachbrettfalter, Aurorafalter, …). Auf dem Rückweg halten wir noch an einer Mohnwiese bei Fontvieille und fotografieren Klatschmohn.
Endlich: Wir fahren in den „Vogelpark“ Ornithological Park of Pont de Gau. Dort kann man Vögel auf geringe Distanz beobachten und fotografieren – für mich der Hauptgrund für die Reise. Leider ist mein Kumpel nicht beeindruckt, trotzdem fahren wir abends noch einmal in den Park. Es ist toll, auch wenn die Mücken ziemlich lästig sind (besonders abends). Ich treffe einen deutschen Fotografen, der ohne „Mückentötolin“ angereist ist, und kann helfen.
Saintes-Maries-de-la-Mer hat eine Stierkampfarena. Der Stierkampf in der Camargue (Course camarguaise) ist unblutig. Wir erfahren, dass am Mittwoch ein Stierkampf stattfinden soll. Am heutigen Sonntag gibt es eine Familienveranstaltung, bei der eine der Stierkampfschulen (Mas) ihr Können im Umgang mit Pferden und Stieren zeigt. Es ist zu gleichen Teilen kitschig, touristisch und authentisch, aber es gefällt mir.
Mit meinem Fotokumpel Johannes fahre ich für eine Woche in die Camargue. Wir wollen dem tristen Frühling in Deutschland entfliehen und Flamingos u.ä. fotografieren. Im Gegensatz zu 2023 ist der Frühling 2024 gar nicht so trist, aber gebucht ist gebucht. Wir haben eine Unterkunft mitten in Saintes-Maries-de-la-Mer (Av. Frédéric Mistral, in der Fußgängerzone). Wir kommen gegen 16 Uhr an und erkunden die Gegend. Dis Schwalben sind schon da. In der Nähe ist der Étang des Launes, dem wir zum Sonnenuntergang einen Besuch abstatten. Wenn die vielen Mücken nicht wären, wäre es perfekt.
Balz der Haubentaucher (Video erstellt aus Serienbild-Aufnahmen)
Die ersten Graugänse hatten schon Küken, waren aber extrem vorsichtig. Höhepunkte waren die Balzflüge der Rohrweihe, einige Purpurreiher, sowie die Balz der Haubentaucher. Abends flogen noch die Stare ein.
PurpurreiherPurpurreiherGraugänse mit KükenNutriaHaubentaucherMückenRohrweihenRohrweihen, leider unscharfLandender HöckerschwanHöckerschwan im FlugStareStareStaren-AquarellGraugans