Es ist Samstag und mein letzter Tag in Stuttgart. Ich erkunde den Max-Eyth-See im Norden von Stuttgart direkt am Neckar. Es wimmelt von Fotografen. Einige Tiere sind auch da. Einmal sehe ich einen Eisvogel vorbeifliegen. Es gibt einige wenige Gänsesäger und die üblichen Wasservögel (Enten, Gänse, Graureiher, Bläßhühner, Teichhühner, Kormorane) sowie Krähen, Tauben, Buchfinken, Meisen, Eichhörnchen, Rotkehlchen, … . Der See ist recht groß, man kann in ca. 30 min ganz herumlaufen.
In der Nähe von Schloss Solitude ist auch der Rotwildpark Stuttgart. In dem weitläufigen Waldgelände gibt es 3 künstliche Seen: Bärensee, Neuer See und Pfaffensee. Am Bärensee ist das „Bärenschlösschen“, ein beliebtes Ausflugslokal.
Unsere Enttäuschung war groß, als wir sahen, dass der Bärensee abgelassen ist. Das ist wohl schon seit zwei Jahren so, weil der Damm repariert werden muss und die Firma, die das machen kann, keine Zeit hat. Zumindest hatten aber der Neue See und der Pfaffensee noch Wasser.
Von den sieben Nilgans-Küken sind nur noch zwei zu sehen. Die anderen fünf sind wahrscheinlich an Enkräftung gestorben (es war in der Nacht sehr kalt) oder wurden von Räubern gefressen. Eines der Küken hat sichtlich Probleme, sich auf den Beinen zu halten. Kurz darauf stirbt es. Die Eltern ignorieren das sterbende Küken und konzentrieren sich auf das verbliebene letzte Küken. Die Eltern waren auch sehr früh mit Küken dran – überall sonst sieht man gerade, wie die Nilgänse sich paaren.
Es ist aber nicht zu befürchten, dass die Nilgänse aussterben – im Gegenteil, in Stuttgarter Park gibt es sehr viele Gänse und deutlich mehr Nilgänse als Graugänse.
Noch kämpft das KükenDas letzte „gesunde“ KükenPorträt
Natürlich sind die Reiher auch wieder am Start. Offenbar sind sie doch eher an den Essensresten von den „Grillparties“ als am Schachspielen interessiert. Ich habe das 100-400 dabei und kann Details fotografieren.
Es gibt insgesamt wenige Tierarten im Park. Gänse dominierten, dann gibt es relativ viele Stockenten und Bläßhuhner und etwa 10 Graureiher. Natürlich gibt es auch Krähen, Amseln und Tauben. Einige wenige Kohlmeisen und Blaumeisen sind auch im Park, aber kaum Buchfinken oder Eichhörnchen. Selbst Sperlinge habe ich im Park nicht gesehen; auch in der Stadt sind sie selten geworden. Einmal zeigt sich noch Bussard. Falken sehe ich in den zwei Tagen nicht. Tiere wie der Bussard, die eher eine höhere Fluchtdistanz zum Menschen haben (oder die lärmempfindlich sind), haben keine Chance: Es ist immer voller Menschen, und es ist immer laut, da der Park zwischen einer Schnellstrasse und den Hauptbahnhof-Gleisen liegt.
Wir sind ein paar Tage in Stuttgart. Ich erkunde die Stadtnatur im Park am Hauptbahnhof.
Es gibt 2 Großschachspiele, die von „Russen“ besetzt sind. 3-4 Graureiher lungern auch ständig rum – vielleicht wollen die Schach spielen lernen? Jedenfalls lassen sie mich unglaublich dicht rankommen. Leider habe ich nur das 12-200 dabei.
Vielleicht sind die Reiher ja doch nicht zum Schach spielen da?Grillabend mit Graureiher
Nilgänse dürfen natürlich auch nicht fehlen. Ein Pärchen hat schon 7 Küken. Normalerweise sind Nilgänse Menschen gegenüber relativ entspannt – allerdings nicht, wenn sie Küken führen. Und jeder Hund (ob angeleint oder nicht) lässt sie „zischen“ und zum Wasser rennen – die Küken immer hinterher.
Es gibt auch einige Stellen mit Schneeglöckchen.
Gegen Abend bin ich dann noch am Krähen-Schlafplatz.
Es ist Winter und in der Wagbachniederung reletiv wenig los. Ein wenig experimentieren kann man natürlich trozdem. Ich sehe einen Raubwürger – mit großer Wahrscheinlichkeit ein Wintergast.
Jedes Jahr veranstaltet die GDT einen Wettbewerbe zum „GDT Naturfotograf des Jahres“. Es gibt immer 6 Standard-Kategorien und eine Sonderkategorie. Jeder Fotograf kann pro Kategorie maximal 8 Bilder einreichen, insgesamt aber „nur“ 20 Bilder. Die Kategorien:
Wer kennt meinen Namen?War das 21. Bild, deshalb nicht im Wettbewerb
Säugetiere (diesmal nur Gämsen)
Bei der Futtersuche im WinterPorträtWanderer mit Hund
Andere Tiere
Dünen-SandlaufkäferGemeine Sandwespe mit Beute „im Wald“ 1. Version Gemeine Sandwespe mit Beute „im Wald“ finale VersionAmeisen zerglegen eine tote Ödlandschrecke
Pflanzen und Pilze
Ragwurz
Landschaften (diesmal nur Vogesen)
Cascade CharlemagneÜber der MartinswandMartinswand
Der Meckesheimer Fotoklub hat „Stillleben“ als Quartalsthema. Mit Johannes (der Mitglied ist) experimentieren wir deshalb mit Blitzen und verschiedenen Setups. Als Vorbild dient der Youtube-Kanal Camera Club Live. Es entstehen aber dann doch (mit viel experimentieren) zwei ganz gute Bilder.
Es hat im Schwarzwald viel geregnet und verspricht, ein bewölkter Tag zu werden. Johannes und ich fahren nach Bühlertal zu den Gertelsbacher Wasserfällen.
Es war wirklich viel Wasser im Gertelsbach, und es war auch nicht allzu viel los (besonders nach einem heftigen Regenguss waren wir wieder fast allein). Wie immer „arbeiten“ wir uns den Fluss hinauf, und wie fast immer fangen wir viel zu früh an, Bilder zu machen. Aber wir haben den ganzen Tag Zeit, es reicht also noch für die richtig schönen Stellen weiter flussaufwärts. Diese befinden sich m.E. in den mittleren beiden Wegabschnitten. Der Hauptfall selbst ist gar nicht so fotogen.
Im folgenden erst einmal eine Auswahl an Bildern, die ich hoffentlich nach und nach verfeinern werde.
Blauer LaufkäferLeider schon etwas älterer SteinpilzHauptfallHauptfall durch eine Lücke hindurch
Zusammen mit Otto fahren wir in die Jurasenke bei Langenbrücken, um Herbstzeitlose zu fotografieren. Ich verwende ab und zu den „Artfilter“ Popart, um „knallige“ Farben zu bekommen. Das Ergebnis ist sicher Geschmackssache, aber mir gefällt es. Die Herbstzeitlosen sind leider sehr oft im Gras und nur schlecht freizustellen. Auf dem Weg sehen wir noch eine Grille, die natürlich auch fotografiert werden will. Insgesamt sind die Herbstzeitlosen sehr schwierig zu fotografieren. Ich hätte vielleicht ein Makroobjektiv mitnehmen sollen.
FeldgrilleHerbstzeitloseHerbstzeitlose mit Fliter PopartHerbstzeitloseHerbstzeitlose mit BläulingHerbstzeitlosePopartPopart, Grün etwas entsättigt
Ich habe die Gelegenheit, ein Konzert in der Elbphilharmonie zu besuchen (Antonin Dvořák, Sinfonie E Moll 9 „Aus der neuen Welt“ + Violinkonzert e-Moll von Felix Mendelssohn Bartholdy). Es spielen das SAP Sinfonieorchster und der „Stargeiger“ Ray Chen.
Die Akustik in der Elphi ist wirklich sehr gut: Die leisen Passagen sind gut zu hören, die lauten Passagen sind noch gut differenziert.
Wir bummeln am nächsten Tag noch durch Hamburg und gehen kurzentschlossen am nächsten Abend in die „Eiskönigin“.
Die GDT Regionalgruppe 6 macht einen Fotoausflug in die Vogesen zum Hohneck. Hauptgrund: Gämsen am Hohneck fotografieren. Ich entschließe mich relativ kurzfristig, daran teilzunehmen. Das ist eine gute Gelegenheit, die Gegend mal kennenzulernen.
Die Anfahrt auf der fanzösischen Rheinseite ist entspannt, das Wetter ist gut. Abends ist Treffpunkt auf dem Hohneck. Die Gämsen kommen gegen Abend zum Grasen auf die Wiesen rund um den Gipfel. Sonnenuntergang ist gegen 20 Uhr, wir sind 17 Uhr da. Von weitem sehen wir eine Gämse, es gibt sie also. Erst einmal sind die Turmfalken interessanter.
Gegen 19 Uhr geht es dann Richtung Martinswand. Die Gämsen sind so gut getarnt, dass ich sie zuerst gar nicht sehe.
Die ersten Gämsen!
Wir positionieren uns und warten. Tatsächlich machen sich bald einzelne Gämsen auf den Weg nach oben. Zwischendurch zieht noch eine Wolke durch, teilweise ist kaum etwas zu sehen. Da es auch langsam dunkel wird, muss ich teilweise ISO25000 verwenden.
Der Sonnenuntergang wird noch sehr schön, und auch ohne Gämsen ist die Aussicht fotogafierenswert.
Am nächsten Morgen geht es vor Sonnenaufgang wieder auf Gämsensuche – die Gämsen steigen wieder ab in den Wald, um zu schlafen.
Außer Gämsen gibt es natürlich noch viele Wanderwege, Vögel, Bäche, Wasserfälle…